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Wohlbefinden und glücklich leben
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Jeder Tag kann noch ein Lebensgewinn sein Lebenshilfen für das Alter ab 55 Jahren. Mit den Jahren zeigen sich Spuren des Welkens - doch müssen wir deshalb auch "alt" sein? Wir lernen von Gabriele, wie wir das innere jugendliche Lebensbild entfalten können. Aus den Gruppengesprächen mit Gabriele: "Einer hilft dem anderen". |
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32 Seiten, Broschüre ISBN 978-3-89201-144-6 |
Leseprobe: Wohlbefinden und glücklich leben |
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LESEPROBE
Unser Körper welkt, er altert – aber er wird nur alt durch unser Wünschen, Wollen, gegensätzliches Denken, durch unsere Ängste und Sorgen um unser Dasein. Ohne die Prägung durch das Allzumenschliche würde der Körper als solcher weder Vergangenheit noch Zukunft kennen. W i r haben ihn gemäß unserem Denken und Verhalten programmiert. Daß dies so ist, beweisen uns die kleinen Kinder. Sie klagen nicht über ihre Vergangenheit und sorgen sich nicht um ihre Zukunft. Sie leben!
Wer die Vergangenheit gemeistert hat, der spürt nicht das Schwinden der Jahre. Er altert, aber wird niemals alt. Er wird die Jugend nicht missen, weil er seine Tage und Jahre bewußt lebt, nicht in der Angst vor morgen, nicht in der Furcht, was aus der Vergangenheit noch auftauchen könnte. Wer das im Alter erreicht hat, kann wahrhaft in der Gegenwart leben; er blickt weder ängstlich zurück, noch will er die Zukunft erklimmen. Gegenwart ist Leben, auch dann, wenn die Schleier des Hinscheidens den Körper berühren.
Je sinnerfüllter unser Erdendasein war, um so jugendlicher bleiben wir, bis ins hohe Alter. Wir sollten folgende Ausreden schlichtweg nicht gelten lassen, z.B. daß der Körper im Alter verschlissen oder gar untauglich ist, die Organe abgenutzt sind; daß die Sinnesorgane schwächer werden; daß Alter müde macht. Der Körper eines betagten Menschen kann leistungsfähig bleiben, wenn er auch nicht mehr die volle Schwungkraft, die Elastizität der Jugend besitzt.
Gebrauchen wir unseren Körper, mißbrauchen ihn jedoch nicht, so kann die Jugendlichkeit – frische, geistige und körperliche Beweglichkeit, Lern- und Aufnahmefähigkeit, Bewußtheit, Tatkraft – erhalten bleiben, nun durchdrungen von Weisheit, Besonnenheit und Verständnis, gewonnen durch so manche Lebenserfahrung. Zuversicht, Stabilität, Ausgewogenheit und das Maß in allen Dingen gehören zu den besonderen Tugenden des reifen Menschen.
Wer in den Herbst des Daseins hineinreift, dem sei geraten, Rückschau zu halten, um mit Christus, mit Seiner immer gegenwärtigen, helfenden Kraft, das Vergangene – all das, was ihn heute noch beschäftigt – abzuschließen und dem großen, ewigen Geist seine zurückliegende Jugend zu übergeben. Wem es gelingt, im Inneren und Äußeren noch bestehende Dissonanzen aufzulösen, zu ordnen, was noch in Ordnung zu bringen ist, dem werden seine weiteren Lebensjahre Sinnerfüllung, Tatkraft, Gelassenheit und Heiterkeit bringen. Er wird ruhiger, stabiler, ruht mehr in sich, fühlt sich unbelasteter bzw. gar frei und wird sich mit höheren Gedanken und höheren Idealen beschäftigen, um daraus sein Leben und auf stille Weise das seiner Umgebung zu bereichern. Das ist wahrer Lebensgewinn.
